Als ich im Januar 1985 geboren wurde, war diese Welt noch eine andere als heute. Schon immer hatte ich das Gefühl, nicht in diese Zeit und diese Welt zu passen.
Während andere sich scheinbar gut anpassen konnten, zog es mich mit meiner Andersartigkeit in meine eigene Welt. In eine Welt der Fantasie, des Musik hörens und träumen, zeichnen und malen, eine die ich mir selbst kreieren konnte.
Ich habe schon immer gestaltet, bevor ich wusste, dass man das so nennt. Ich habe mit der Gartenschere im Garten Pflanzen beschnitten und Ihre Form verändert.
Ein Lehrer schrieb einmal über mich: " Menschen, die auch tagsüber träumen, können Dinge sehen, die andere, die nur Nachts träumen, nicht sehen können."
Dieser Satz begleitet mich bis heute.
Die Entscheidung treffen zu müssen, was ich beruflich machen sollte, stellte mich vor eine Herausforderung. Arbeiten zu müssen wie alle es machten, empfand ich als Zwang. Ich wünschte mir eher ich sein zu dürfen und eine Lebensaufgabe, die mich interressiert und erfüllt. Ist das überhaupt möglich? Eines meiner unzähligen Praktikas absolvierte ich schließlich in einem Friseursalon und dort sah ich die unterschiedlichsten Menschen und wie sie sich veränderten.Ich sah wie sich ihr Zustand veränderte nach dem sie kamen und wie schön sie sich fühlten und strahlten als sie wieder gingen. Ich arbeitete dort mit Menschen, die mit voller Hingabe für andere Menschen einen Dienst erbrachten und wie die Zufriedenheit alle anwesenden glücklich machte.
Hier trafen Ästhetik, Nähe und Vielfalt aufeinander und das zog mich an.
Das Setting stimmte, der Ort jedoch noch nicht. Nach weiteren Erfahrungen in unterschiedlichen Salons, fand ich einen kleinen aussergewöhnlichen Salon auf der früheren Ehrenstrasse in Köln in dem richtig viel los war.
Hier lernte ich von 2003 bis 2006 von vielen ganz unterschiedlichen Menschen, die sich kreativ in diesem Handwerk ausdrückten und es wurde von allen als Berufsausbildung anerkannt.
Währenddessen und danach erlebte ich viele Höhen und Tiefen in meiner persönlichen Entwicklung, woraufhin es mich schon in sehr jungem Alter in Richtung Psychologie,Persönlichkeitsentwicklung und zu Fragen: "Wer bin ich wirklich? Und wie lebe ich ein Leben, das mir selbst entspricht?" zog.
In spürte den Wunsch nach Veränderung, wusste jedoch nicht wie ich weiter gehen will.
Während ich 2008 in die Meisterschule ging, beschäftigte ich mich immer intensiver mit Persönlichkeitsentwicklung. Psychologie, Coaching, Hypnose und NLP. Es zog mich so stark in diese Richtung, dass ich zweifelte, ob der Beruf des Friseurs noch der richtige für mich sei.
In vielen Salons war der Alltag zu schnell, zu oberflächlich und mir nicht nah genug beim Menschen. Das passte nicht zu mir und ich passte nicht dort rein. So stark das Coaching mich auch anzog, fühlte ich mich noch nicht reif genug an Lebenserfahrung und mein Umfeld spiegelte mir dies.
Es vergingen Jahre des experimentierens mit dem Versuch mich irgendwo anzupassen bis mir klar wurde, dass ich mein eigenes Ding machen musste. Ich musste einen eigenen Ort und Raum schaffen, um mich entfalten zu können. Einen Ort, an dem es nicht darum geht, jemanden zu verändern - sondern sichtbar zu machen, was schon da ist und die menschen zu ermutigen und zu unterstützen es zu leben.
Als ich vor ein paar Jahren in einer persönlichen Krise von einem Freund eingeladen wurde mich mit dem Human Design System zu beschäftigen, war das ein bedeutender Wendepunkt in meinem Leben. In all den Jahren, in denen ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigte, fand ich nie etwas was mir half ,die Menschen wirklich differenziert und individuell zu betrachten. Das änderte sich als ich anfing das Human Design System an der IHDS zu studieren und und in meinem Alltag anzuwenden.
Tief in mir, nur nicht konstant bewusst, spürte ich als ob zwei Herzen in mir schlagen. Auf der einen Seite, der Künstler, der seine Träume und Inspirationen kreativ und individuell ausdrücken will und auf der anderen Seite, der Philanthrop, der andere ermutigt, sie aus einschränkenden Umständen herausführen will, ihnen helfen will ihre Einzigartigkeit und ihre Potenziale zu erkennen und zu leben.
Ich sehe nicht nur Haare.
Ich sehe Menschen.
Ihre Präsenz. Ihre Einzigartigkeit.
Aus meiner eigenen Erfahrung kurz und einfach:
Wenn du versuchst zu leben wie alle anderen, lebst du nicht dein Potenzial und erst recht nicht dein Leben, du lebst das Leben der anderen.
Wenn du sein willst ,wer du wirklich bist ,musst du zu deinem wahren Selbst zurück, es steckt in dir, doch all die, die dir gesagt haben wer du sein sollst, haben dich von dir weg geführt.
Love Yourself
Dennis
